1. Infoveranstaltung zum Seilbahn-Projekt

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Am Dienstag, dem 19. Mai 2015 fand die erste Informationsveranstaltung zur geplanten Seilbahn über die Südhöhen von Wuppertal-Elberfeld statt. Einen Beitrag über die Veröffentlichung der sogenannten Machbarkeitsstudie hatte ich ja bereits schon in meinem Blog eingestellt. Auch wenn ich kein unmittelbar betroffener Anwohner bin, interessieren mich doch weitere Infos zu diesem für mich faszinierendem Stadtprojekt.

Passend zur Thematik fuhr ich mit der WSW zur Uni. Natürlich mit Umsteige am zentralen Busbahnhof an  der Ohligsmühle. Während ich an der Haltestelle 3 auf die Linie 603 wartete, fuhr von der Haltestelle 1 kommend die Linie 615 und der Uni-Express an mir vorbei. Egal, hatte keine Lust über den provisorischen Busbahnhof zu laufen und habe es schon lange aufgegeben, hier ein einprägsames, logisches System herauszufinden. Als ich an der Haltestelle „Mensa” ankam. wiesen erste Schilder den Weg hinauf. Aber als ich am Mensa-Eingang mit mehreren stand, war alles zu. Jetzt wussten wir, warum vorhin eine Ebene tiefer soviele Leute und WDR-Wagen herumstanden und ein Schild nach unten zurück hinweist. Die Ersten waren deswegen schon stark gereizt, als Anwohner an der Seilbahnstrecke aber auch verständlich.

Trotz aller kleiner Wiedrigkeiten füllte sich der Saal unter der eigentlichen Mensa gegen 18 Uhr recht gut, nur wenige Stühle blieben frei. Durch diese Bürgeranhörung führte die Moderatorin Petra Voßebürger recht gut. Die ersten Reden des Gastgebers Unikanzler Dr. Roland Kischkel und unserem OB Peter Jung wirkten auf mich ziemlich offiziell. Schließlich kam der WSW Mobil Geschäftsführer Ulrich Jäger mit den wichtigen Fakten zur geplanten Seilbahnstrecke zur Sache, u.a.:

  • die Machbarkeits-Studie ist eigentlich nur eine Vorstudie zur Machbarkeits-Studie ( dies hatte aber auch OB Jung so erklärt)
  • der Streckenverlauf wäre nur so machbar, d.h. finanziell rentabel
  • die Uni-Sonderlinien sollen aufgegeben werden
  • es soll Kürzungen bei den regulären Linien geben (Zwischenrufe im Publikum forderten U. Jäger auf,  Kürzungen und Streichungen auch als solche klar zu benennen)
  • der Betrieb ist geplant von morgens früh bis etwa 23 Uhr, nur in den Stoßzeiten im 30 Sekunden-Takt

Soweit die wichtigsten neuen Infos aus meiner Errinerung. Anschließend gab es ein Animationsfilmchen mit dem Streckenverlauf, unterlegt mit flotter Musik.

Anschließend spach die Moderatorin Voßebürger mit dem Rektor vom Carl-Fuhlrott-Gymnasium (Schulzentrum Süd), einem Mitglied von Pro Bahn und einem Mitglied der Bezirksvertretung Elberfeld. Während bei allen Drei eine positive Meinung herauskam, stellte ich deutlich ein erstes Rumoren bei vielen Sitznachbarn fest.

Bei der anschließenden Fragesammlung im Publikum und der Beantwortung von Ulrich Jäger wurde es dann richtig emotionell. Ich versuche mal das Wichtigste zusammenzufassen:

  • die Kostenrechnung bezieht sich auf heute, also ohne jegliche Preissteigerungen
  • ob es wirklich 90% Zuschuss gibt, ist nicht klar. Die WSW könnten und würden das Projekt aber nicht alleine stemmen.
  • wenn der Bau länger als der Döppersberg dauert, könnte die Stadt möglicherweise schadenersatzpflichtig an den Döppersberg-Mieter sein
  • die Kürzungen im Linienfahrplan werden von den Anwohnern abgelehnt
  • Anwohner sehen ihren Privatbereich verletzt und befürchten Bewürfe(Abfall) aus den Gondeln
  • der leise Seilbahnbetrieb wird angezweifelt
  • die möglichen Störungen auf Satellitenanlagen und Solaranlagen sind noch völlig unklar
  • die Eigentümer der Häuser kritisieren schon jetzt den Preisverfall ihres Eigentumes, was eigentlich für viele als eine Alterssicherung gedacht war

Es stellte sich eindeutig heraus, das das Seilbahnprojekt in seiner frühen Planungsphase nicht nur Freunde, sondern auch viele Gegner hat. Die Rufe „…mit mir nie!” und „…behindern solange es geht” fanden schon einige applaudierende Zustimmung.

Ich kann es nicht einschätzen, wie hoch die Zustimmung oder Ablehnung über die geplante Seilbahn ist. Verständlich das viele empörte Anlieger da waren. Allerdings wird es auch viele Seilbahnfreunde geben. Dabei weiß  ich nicht, ob viele zustimmende Wuppertaler es vielleicht es nicht nötig fanden, zur Infoveranstaltung zu kommen. Die Stimme der ablehnenden Anwohner wird bestimmt weiter gehört werden.

Für alle Interessierte und Fragende sind noch zwei weitere Informationsveranstaltungen geplant:

  • Do., 11.6. 17-20Uhr, Aula im Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium
  • Di., 16.6. 17-20Uhr, Schulzentrum Süd .

Es soll aber keine feste Vorträge , sondern direkte Informationsmöglichkeiten geben. An beiden Tagen kann man zwischen 17 – 20 Uhr nach Belieben kommen und gehen. WSW Mobil Geschäftsführer Ulrich Jäger versprach die Studie und den Animationsfim ins Netz zu stellen. Links zum Thema sind untenstehend aufgeführt.

Anmerkungen zur Seilbahn, der Informationsveranstaltung und/oder zu meinem Bericht dürfen gerne in das untenstehende Nachrichtenfeld eingetragen werden. Ich vertrage nicht nur positive sondern auch ablehnende Meinungen. ;-)

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