PR: Rechtspopulismus in Wuppertal

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In der “Politische Runde” der Bergischen VHS am Montag, den 26.10.2015, spricht diesmal Sebastian Goecke über

Demokratie, Toleranz und rechter Populismus. Herausforderung für Wuppertal .

Der Geschäftsführer der Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V. erläutert die Situation in Wuppertal, die Gefahren des Rechtspopulismus in Wuppertal und anstehende Projekte zur Unterstützung von Demokratie und Toleranz.

Die “Politische Runde” der Bergischen VHS

… ist schon seit vielen Jahren das Informations- und Diskussionsforum in Wuppertal. Es gab und gibt sehr viele aktuelle Themen. So startete am 2. Oktober 1961 Otto Roche die “Politische Runde” als Reaktion auf den Bau der “Berliner Mauer”. Heutzutage wechseln sich Michaela Heiser (Journalistin), Stefan Seitz (Journalist) und Dr. Detlef Vonde (Historiker) in der Moderation ab. Vielfältig sind auch die Themen mit ihren wechselnden kompetenten Gäste.

Rechtspopulismus in Wuppertal und Deutschland

Der Populismus gibt vor, einfache Antworten auf schwierige Fragen für breite Volksmassen zu haben. Die aktuelle Situation wird dramatisiert, Halbwahrheiten und Lügen sind dabei nützlich. Die schwierigeren Gegenmeinungen und nicht so einfachen Maßnahmen werden oftmals abgelehnt, weil gerade diese populistisch und polemisch seien. Überhaupt wollen die sogenannten Eliten wieso nur das einfache Volk unterdrücken, wenn nicht eh schon eine Verschwörung längst im Gang ist. Unter solchen Umständen ist eine Aufklärung über Tatsachen und eine ernsthafte Diskussion meist schwierig bis unmöglich.

Diese Taktik benutzt auch die rechte Szene. Ein besonderer Schwerpunkt des Rechtspopulismus ist die angebliche Bedrohung Deutschlands durch Asylbewerber, welche größtenteils eh nur Wirtschaftsflüchtlinge seien. Begleitend dazu kursieren Fakefotos von alten Müllkippen im Netz. Immer wieder aufkommende Gerüchte von Vergewaltigungen deutscher Frauen halten sich zwar hartnäckig, stellen sich aber als Märchen raus. Und passend dazu in Wuppertal müssen Presseamtsprecherin Martina Eckermann und der Leiters des Gesundheitsamtes erklären, das es in Wuppertal bisher keine Fälle von offenen TBC gegeben hat. Wer all diese Gerüchte wiederlegen will, hat es meistens schwer, denn entweder ist er er ein Gutmensch oder ein Mitglied der gesteuerten Lügenpresse. Beleidigungen, Beschimpfungen und Drohungen im Internet sind leider keine Seltenheit. Und die Gerüchte und Hassparolen werden weiter fröhlich verbreitet, besonders bei Facebook.

Bereits seit über einem Jahr versammelt sich PEGIDA, stark in Dresden, wenig erfolgreich dessen Ableger in anderen Städten. Organisiert wird diese Veranstaltung von eindeutig rechten Kräften. Viele Stimmen warnen vor Nationalismus, Islamfeindlichkeit, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Eine zunehmende Radikalisierung zeigt sich z.B. in verschärften Hassparolen, Galgenzeigen für Merkel und Gabriel und das der deutsch-türkische Autor Akif Pirinçci bedauert, das die KZs nicht mehr in Betrieb sind.

Demonstrationen der rechten Szene gab es auch schon mehrfach in Wuppertal. Diese waren bisher aber nicht besonders erfolgreich. Die Gegendemonstranten waren bisher immer in der Mehrheit und haben die rechten Demos stets gestört.

Es gibt allerdings immer wieder und immer mehr rechtsextremistische Aktionen neben dem Internet und den Demos und dabei geistig unterstützt von diesen. Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte sind keine Seltenheit, alleine bisher 46 Mal in diesem Jahr. Dabei macht es mittlerweile keinen Unterschied mehr, ob die Häuser vorbereitet werden oder schon bewohnt sind. Mehrere Bürgermeister werden bedroht. Und die damalige Bürgermeisterkandidatin und jetzige Kölner Bürgermeisterin Henriette Reker wurde von dem ehem. FAP-Mitglied Frank S. kurz vor der Kölner Kommunalwahl mit Messerstichen schwer verletzt.

Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz

Sebastian Goecke ist am Montag, den 26.10.2015, Redner der “Politische Runde” der Bergischen VHS. Er ist Geschäftsführer der Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V., gegründet durch den damaligen Oberbürgermeister Hans Kremendahl. Diese Initiative organisiert viele Aktionen gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus, u.a. auch die von Wupperfocus berichtete Portraitposter-Aktion „Inside Out“ am Wuppertaler Weinkontor. Eine vorherige Anmeldung zu dieser Runde in der VHS in der Auer Schulstr. 20 ist nicht erforderlich. Eintritt: 6 €.

Meine Empfehlung: Die rechte Szene mit ihrem Fremdenhass steht nicht für die Mehrheit der Deutschen. Aber die Gefahren von Rechts werden immer intensiver und gefährlicher.  Auch in Wuppertal und im Bergischen Land. Von daher finde ich diese “Politische Runde” wichtig und interessant. Deswegen werde mich bemühen, diese Veranstaltung zu besuchen und mich zu informieren.

 

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