Gegendemo gegen Rechts (W-Heckinghausen)

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Am Samstag, dem 5. September 2015 sammelt sich die rechte Szene und ihre Anhänger zu einer Demonstration in Wuppertal-Heckinghausen nahe einer geplanter Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge. In einer Gegendemonstration ruft zeitgleich das Wuppertaler Bündnisses gegen Nazis gegen Intoleranz, Hass und Rassismus auf.

Die geplante Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge

Das Art Fabrik & Hotel in der Bockmühle in Wuppertal-Heckinghausen ist, oder besser war, ein 4-Sterne Hotel. Das Konzept Übernachtung mit Kunstausstellung ging leider nie richtig auf. Mittlerweile ist das Hotel ziemlich runtergekommem, wie auch die letzten Gästebewertungen zeigen.

Zurzeit verhandelt der Eigentümer des Hotels, der bekannte, sozial engagierte Stifter Erich Bethe, mit der Landesregierung von NRW über eine Nutzung als Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge. Das 280-Betten-Hotel würde dann für ca. 500 Menschen umgestaltet. Dieses Gebäude mit der bereits vorhandenen Infrastruktur (Sanitäranlagen, Küche, etc.) bietet sich sinnvoller an als eine Zeltstadt oder Turnhallen.

Die Demonstration der rechten Szene

Der Wuppertaler Oberbürgermeisterkandidat Markus Stranzenbach von der rechtsradikalen Partei „Pro Deutschland“ hat für Samstag, den 05. 9.2015 um 15 Uhr eine Demonstration unter dem Motto: „Ja zum Grundrecht auf Asyl – Nein zum massenhaften Missbrauch des Asylrechts!“ gegen die geplante Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in der Hotel Art-Fabrik angemeldet. Erwartet werden auch noch weitere Größen aus dem rechten Spektrum, welche aus den nicht immer ruhigen Demonstrationen vor Flüchtlingsunterkünften bereits bekannt sind.

Die Gegendemonstration des Wuppertaler Bündnisses gegen Nazis

Die Gegendemo des Wuppertaler Bündnisses gegen Nazis startet am Samstag, den 05.09.2015 um 14 Uhr, Treffpunkt ist die Mohrenstr./Ecke Waldeckstr. in Wuppertal-Heckinghausen. Diese Gemeinschaft besteht aus verschiedenen Gruppen, wie z.B. das „Bürgerforum Heckinghausen“, der „Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V.“ und „Tacheles e.V.“ All diese Gruppen rufen alle Wuppertaler Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich an der Demonstration des Wuppertaler Bündnisses gegen Nazis und den Protesten gegen die rassistischen Hetzkampagnen zu beteiligen! Mit Sicherheit werden Mitglieder der Kirchen und Arbeitnehmerverbände wieder dabei sein.

Wuppertal hat Platz für Menschlichkeit und Mitgefühl – Wuppertal hat keinen Platz für Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung!

Diese Einstellung findet sich in der Mehrheit der Wuppertaler Bevölkerung wieder. Egal ob auf der Arbeitsstelle oder auf der Straße. Noch leben über 150 Nationalitäten gut und friedlich miteinander. Und das soll so bleiben. Aber es besteht immer die Gefahr, das dies durch radikale Gruppen zerstört wird. Auch sind Flüchtlinge, welche ja vorwiegend unter Lebensgefahr aus Krisengebieten kommen, immer noch bei uns in weiten Teilen der Bevölkerung willkommen. Und diese Menschlichkeit ist auch gut so! Denn das macht auch Deutschland aus. Vielleicht kommt dies auch durch das Wissen, das nicht wenige unserer Eltern- und Großeltern selber Flüchtlinge durch den 2.Weltkrieg wurden.

Unsere nach dem 2.Weltkrieg und nach Zusammenbrechen des faschistichen 3. Reiches erworbenen Werte wie Demokratie und Freiheit sind nicht selbstverständlich. Auch wenn vieles sicher noch verbesserungswürdig ist, muß es doch verteidigt werden. Dazu muss auch manchmal ein Zeichen gesetzt werden gegen rassistische Hetze, Parolen oder gar Taten.

 

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