Nordrhein-Westfalen-Zeichen

70 Jahre NRW + Wuppertal

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Ein gar nicht so ernst gemeinter Bericht über das 70 Jahre alte Nordrhein-Westfalen und die Beziehung/Unterstützung mit Wuppertal.

Offiziell am Gründungstag 23.08. und vom Freitag, den 26.08. bis zum Sonntag, den 28.08.2016 feierte NRW seinen 70. Geburtstag in seiner Landeshauptstadt Düsseldorf. Am Montag, den 3.10. gibt es dann wieder die alljährlichen Feiern zum Tag der Deutschen Einheit, besonders in Dresden. Eine gute Gelegenheit sich zwischendurch -sowohl zeitlich als auch örtlich- Gedanken über 70 Jahre NRW + Wuppertal zu machen. Ja, richtig gelesen, denn meine Heimatstadt hat eine besondere Beziehung zu NRW. Vielleicht wird es mal endlich Zeit, dies im Rahmen der Blogparade: “NRW – Leben zwischen Rhein und Weser” zu verdeutlichen. :-D

Wuppertal ist der Bindestrich in Nordrhein-Westfalen

Dies ist ein Zitat von Johannes Rau. Dem langjährigen Ministerpräsidenten von NRW und dem späteren Bundespräsidenten. Er sollte es doch wohl wissen, oder? Schließlich stammt er aus Wuppertal, startete dort seine politische Laufbahn und war hier auch Oberbürgermeister. Und wer trotzdem nicht an die wichtige Beziehung 70 Jahre NRW + Wuppertal glaubt, möchte ich in meinem lockeren und nicht so ernsten Plädoyer überzeugen. :-)

Rheinland + Westfalen : 2 Völker in NRW

NRW ist ein Vielvölkerland. Die zwei großen Rassen Völker sind die Rheinländer und Westfalen. Einen Beweis hatte der damalige Intendant des WDR in einer zugegebenermaßen recht lockeren Rede auf dem Westfalentag 2001:

Ein gesundes Konkurrenzdenken drückt sich hier aus gegenüber dem Rheinland mit seiner Metropole Köln, zu der Westfalen lange gehörte. Nun halten auch die Rheinländer mit ihrer Meinung nicht zurück, wenn es um die Westfalen geht. Der Kölner Jürgen Becker behauptet: Westfalen und Sachsen wären früher ja mal eins gewesen. Deswegen sei Westfalen quasi die DDR des Rheinlands. Ich finde, das ist ein starkes Stück, zumal Becker hinzufügt, die Sachsen hätten unter Honecker keinen Spaß gehabt. In Westfalen wäre das nicht anders.
Sie müssen sich darüber nicht aufregen. Der Westfale Rüdiger Hoffmann gab darauf bereits die gebührende Antwort, und zwar souverän. „Kein Spaß in Westfalen? Das wäre übertrieben. Wir lachen auch schon mal, wenn es sein muß. Auf Hochzeiten, Jubiläen, Geburtstagen, da wird schon mal geschmunzelt – aber in Maßen.“

Das geht zurück bis in die Geschichte der Römer. Bekanntlich reichte das römische Weltreich nur bis zum Rhein. Oder wie der Kölner Kabarettist Jürgen Becker sinngemäß immer sagt: Die Westfalen waren damals schon ein stolzes und freies Volk, aber die Rheinländer hatten damals dafür schon Kultur, Straßen und Wein. :-D Eine Antwort eines Westfalen, wie Rüdiger Hoffmann , liegt mir nicht vor, wäre aber bestimmt interessant. :-)

Und in welcher Rolle, bzw. Hilfe ist Wuppertal?

Bekannterweise sind wir ja der Bindestrich oder die hilfreiche Klammer zwischen den zwei Rassen Völker. 8-) Auch wir Wuppertaler waren konkurrierend und verstritten als Elberfelder und Barmer. Hier die rheinischen leichtfertigen Elberfelder, dort die westfälischen verbissenen Barmer. Was nicht unbedingt stimmen muß! Denn wie heißt es im Tal: In Barmen wohn die Armen, in Elberfeld die haben auch kein Geld. Die Vereinigung zu Wuppertal war schon 1929. 1946 war dies vielleicht ein Vorbild für die damalige brit. Militärverwaltung um das Bundesland Nordrhein-Westfalen zu schaffen. :-P

Mancher Wuppertaler weiß, das die Grenze mitten durch die Stadt zwischen Elberfeld und Barmen verläuft, so z.B. an der Haspeler Brücke. Eigentlich hört sich das recht schön an. Viele Wuppertaler und alle Experten weisen aber darauf hin, das die Grenze zwischen Rheinland und Westfalen östlich von Wuppertal verläuft. Deswegen gibt es auch den Spruch, über die Wupper gehen. Hatte man früher Schwierigkeiten mit der Obrigkeit, konnte man sich vom Rheinland zu Westfalen über die Heckinghauser Wupperbrücke (oder umgekehrt) retten. Was damals oft recht praktisch war. 8-)

Bierphilosophie in NRW

Es gibt noch eine Grenze in NRW, welche sogar bis heute sehr bedeutsam ist. Diese teilt sogar das sonst so einige Rheinland. Es ist die wichtige Frage nach dem richtigen Bier. So war es noch vor einigen Jahren selbst für Mutige undenkbar, ein Kölsch in der Düsseldorfer Altstadt oder ein Alt in der Kölner Südstadt zu bestellen. Auch hier war Wuppertal ein Vermittler. Hier gab es stets Alt aus Düsseldorf und Kölsch aus Köln. Heute ist das unmögliche längst geschehen: es gibt das lokale Bier auch in der anderen, rivalisierenden Stadt. :-)

70 Jahre NRW + Wuppertal : Hier ist es Top!

Trotz aller Rivalitäten, wie z.B. zwischen Rheinland und Westfalen oder Düsseldorf und Köln, mag ich mein NRW! Es ist hier arbeits- und lebenswert. Beispiele gesucht?

NRW hat kurze Wege

Arbeiten oder Shoppen in der nächsten Stadt? Kein unlösbares Problem. Die nächste Stadt ist meistens nicht weit weg und das Verkehrsnetz ist recht dicht ausgebaut. Glauben sie es mir, auch wenn sie bald im Verkehrsstau stecken oder mal wieder auf den nächsten Zug lange warten müssen. :-)

NRW ist Fussballhochburg.

Es hat schon seinen Grund, warum das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund ist. Die meisten Fussballvereine sind in NRW. Glauben sie es mir, auch wenn es fast sicher ist, das Bayern München doch wieder Deutscher Meister wird. :-)

NRW ist Bierland

Aus NRW kommen die meisten Biersorten.

NRW ist grün

Stickiger und dreckiger Ruhrpott – das war einmal! Der Ruhrpott hat sehr viele grüne und ruhige Stellen. Ebenso wie in den meisten Ecken des Bundeslandes.

NRW ist Multikulti

Es klappt gut, mit anderen Nationen zusammenzuleben. Und auch ebenso gut zusammenzuarbeiten. Wer sich, wie ich, neben der deutschen Küche auch auf fremdländische Küche einlässt, erlebt eine geschmackvolle Bereicherung. Ist es eigentlich schon aufgefallen, wie viele deutsche Namen (vor allem) im Ruhrgebiet doch polnisch klingen.

Probleme haben die meisten Bürger in NRW eigentlich nur mit Rechtsradikalen und mit Rechtspopulisten, welche unser harmonisches Miteinander stören. Pegida-Demonstrationen werden stets mit größeren Gegendemonstrationen beantwortet. Auch wenn wir lieber unser Pilsken und Pizza/Giros/Döner mit Freunden gemütlich beim Italiener/Griechen/Türken genießen wollen.

70 Jahre NRW + Wuppertal : Vielseitig und lebenswert

Natürlich gibt es Probleme beim Strukturwandel der Arbeitswelt, Stahl und Kohle hat keine übergroße Bedeutung mehr. Natürlich gibt es noch Rivalitäten zwischen den Regionen in diesem Land, aber ohne dies wäre das Miteinander doch recht langweilig. Bei allen Eigenarten kommen die Menschen in NRW recht gut miteinander aus. Dazu kommt das es in NRW vielseitig und lebenswert ist.

Mein Fazit zu 70 Jahre NRW + Wuppertal: Ich fühle mich recht wohl hier. Weil meine Heimat recht viel zu bieten hat. Einige Gründe wollte ich in dieser Blogparade: “NRW – Leben zwischen Rhein und Weser” darlegen. Nicht total umfassend und dazu locker geschrieben, deswegen bitte auch nicht alles in diesem Beitrag zu ernst nehmen.

Was haltet ihr von 70 Jahre NRW + Wuppertal. Meinungen dazu dürfen gerne in das untenstehende Kommentarfeld eingetragen werden. Ich vertrage nicht nur positive sondern auch ablehnende Meinungen. ;-)

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